25.03.10

Sexy Karneval


Karneval wäre nur halb so schön, wenn es nicht die knappen Kostümchen geben würden, die einen die kalten Februartage schnell vergessen lassen. Denn traditionell ist der Karneval auch als vorfrühlingshafte Balzphase aufgefasst worden. Hier gilt: Nicht das originellste Kostüm gewinnt, sondern das aufreizendste. Man kann diesem Trend kritisch gegenüberstehen (unsere brasilianischen Karnevalskollegen haben ihn freilich perfektioniert), doch ist er unaufhaltsam. Karneval steht für Enthemmung und Loslösung von sonst geltenden Regeln und Bindungen, da macht er natürlich vor züchtigen Kleidernormen nicht halt.

Quelle des Bildes links: www.film-kostueme.de

Nun stellt sich gerade im deutschen Karneval häufig die Frage: Wie sich sexy kleiden ohne sich buchstäblich den *** abzufrieren? Denn die hiesigen Temperaturen sind kaum mit den lauwarmen brasilianischen Nächten vergleichbar und als Eskimo zu gehen mag zwar einmal ganz nett sein, aber ist im Falle der Wiederholung kein Flirtgarant. Die lang erprobte Lösung mehrerer Karnevalsgenerationen: Man schaut, dass man möglichst schnell in eine warme Kneipe kommt, um der Kälte zu entwischen. Schafft man das nicht, helfen ein paar Bierchen über das Gröbste hinweg. Die Oma-Variante: einfach mehrere Schichten übereinander tragen und dann bei Wechsel der Location (z.B. von draußen nach drinnen) nach dem Zwiebelprinzip abtragen.

Geheimtipp: Sexy Unterwäsche macht den Unterschied

Egal für welches Kostüm Sie sich auch entscheiden: Mit sexy Unterwäsche können Sie auf jeden Fall noch mal eine Menge rausholen. Tragen Sie z.B. ein kurzes Röckchen, unter dem ab und an Spitzen Pants durchblitzen oder tragen Sie Push-Ups, um der Männerwelt so richtig den Kopf zu verdrehen. Mit spezieller Shaper Unterwäsche können Sie sich eine Traumfigur verpassen, die dann durch ein knappes Kostümchen noch besser zur Geltung kommt. Ganz besonders beliebt sind natürlich elegante Damenstrümpfe aus durchscheinendem Satin, die Ihren das gewisse magische Etwas geben. Auch unter dem Kostüm gibt es noch genügend Möglichkeiten, kreativ zu werden. Marken Unterwäsche ist das i-Tüpfelchen unter einem sexy Kostüm!

Okay, nachdem das geklärt ist: Was für Varianten stehen denn zur Wahl? Grundsätzlich gilt wie bei allem im Karneval, dass alles erlaubt ist, was nicht explizit verboten wurde (und manchmal auch ein bisschen mehr). Beliebt sind bei Frauen (und Männern natürlich ;-)) alljährlich z.B. folgende Motive:

Sexy Hexy

Das passt ganz gut zum klassischen Karnevalsgedanken, w
o sich noch alles um heidnische Bräuche und das Vertreiben der bösen Wintergeister drehte. Man fragt sich zwar, welche Geister sich von einem solchen Kostüm wohl ernsthaft vertreiben ließen, aber Hexen kennen da Mittel und Wege, wird gemunkelt. Einige treiben sich jedenfalls immer bereits an Karneval auf den Straßen und in den Karnevalskneipen herum, anstatt wie jede gut erzogene Hexe auf die Walpurgisnacht am 1. Mai zu warten. Naja, wahrscheinlich würden ohnehin nur die bösen Mädchen ein solches Kostüm tragen...

Quelle: www.maskworld.com

Cheerleader

Der Klassiker aus Amerika. Cheerleader verkörpern alles, was auch den Karneval auszeichnet. Sinnlose Heiterkeit bis hin zum Rumhopsen und wilden Schreien sowie die absolute Hingabe an den Moment. Und das ganze sieht auch noch gut aus. Die Kostüme sind bunt und erlauben eine große Bewgungsfreiheit. Auch sehr gut geeignet als Gruppenkostüm für den ganzen Freundinnenkreis inklusive vorher einstudierten Tänzen und Liedern.

Quelle: Flickr-User littlerottenrobin

Krankenschwester

Leicht sexistisch, aber Männer stehen nun mal häufig auf diese leicht devoten Kostüme, die die Fantasie anregen und am besten eine Art Uniform beinhalten. Die Krankenschwester steht stellvertretend für diesen Typ Kostüme, zu dem auch noch Stewardess, Zimmermädchen und Sekretärin zu rechnen sind. Ihnen allen gemeinsam ist ihr Dienstleistungscharakter, das typische Rollenverhältnis Chef/Gast und Angestellte, wobei die Angestellte aber häufig den Spieß umdreht und den aktiven Part übernimmt. Hm, mir fällt grade auf, dass ich wie ein Sexualtherapeut klinge, also lassen wir das lieber und stellen lediglich fest. Die Krankenschwester wird uns noch einige Sessionen begleiten und ihren Titel als Inbegriff des verruchten Kostüms verteidigen.

Quelle: www.stekarneval.com

Hawaii-Girl


Hier bringt wenigstens das Kostüm einen Hauch karibischer Wärme ins kalte Karnevaltreiben. Nicht nur an Karneval beliebt, steht das Hawaii-Girl für Lebensfreude, Exotik und ausgelassenes Feiern. Bei netsprechender Bastrockkürze und Samba-Rhythmen im Blut auf jeden Fall ein echter Hingucker!



Dass auch Männer bei erotisierenden Kostümen nicht zurückstehen müssen, beweisen diese beiden Fotos hier. Eines stammt aus Deutschland, das andere aus Brasilien. Ich verrate aber nicht, welches welches ist. Wer raten möchte, nur zu! Ich bin auch an eurer Meinung interessiert, welches der beiden Kostüme ihr sexier findet.

Quellen: Das linke Bild stammt von Flickr-User PercyGermany, das rechte von kaiser_t.

Wem das alles viel zu aufwändig ist, der halte es wie jener Jeck, der mir am letztjährigen 11.11. über den Weg gelaufen ist. Schmucker Anzug mit Krawatte, ordentliche Lederschuhe, durchaus eine gepflegte und respektable Erscheinung. Bis auf das pikante Detail der fehlenden Hose. Lediglich in Boxershorts wagte sich der Tapfere auf die Straße. Das wird zwar über kurz oder lang zum oben erwähnten Kälteproblem führen, ist in seiner schlichten Eleganz aber nicht zu überbieten. Manchmal ist weniger halt mehr... ;-)

18.03.10

Ich bin ein Star

Sehr beliebt sind jedes Jahr an Karneval auch Kostüme, die sich an berühmten Filmvorbildern orientieren. Es gibt sogar Mottoparties, bei denen man als Charaker eines Films oder einer Fernsehserie erscheinen soll. Der Grund für die Beliebtheit von Filmkostümen liegt auf der Hand: Jeder erkennt das Kostüm auf Anhieb und man kann durch leichte Variationen noch besondere Gags einbauen oder Akzente setzen. Es ist auch witzig, wenn sich zwei Jack Sparrows (Fluch der Karibik) begegnen und austesten, wer der verrücktere Pirat ist. ;-)

Hier mal einige sehenswerte Beispiele von Kostümen, die von populären Filmen inspiriert wurden:

Der Klassiker schlechthin. Kein Karneval, an dem sich nicht mindestens 3 Supermänner in einer Kneipe tummeln oder sich von beiden Seiten des Rosenmontagszugs gegenseitig zuwinken. Ist ja auch klar, warum man(n) sich gerne in den blauen Latexanzug zwängt: Das Kostüm strahlt Potenz und Kraft aus und wirkt auch unbedingt vertrauenerregend. Denn wer schon so oft die Welt gerettet hat wie die drei Herren in besagter Kneipe, der kann einen auch noch nach Hause tragen, wenn es nötig werden sollte. Ähnliches denkt sich die Damenwelt (öhem) und schon ist klar, dass sich auch beim nächsten Karneval wieder Supermänner en masse werden finden lassen. Und Kryptonit... pffh, wann hat es das denn zuletzt gegeben?

Quelle:
http://www.maskworld.com





Ein weiterer Klassiker und jedes Jahr in Rudeln anzutreffen ist Elvis. Der ist zwar keine Filmfigur im engeren Sinne, steht aber wie kein zweiter für Glanz & Glamour in Las Vegas. Das Bild hier kommt zwar vom Parkes Elvis Festival in Australien, könnte aber genauso gut am Weiberdonnerstag am Alter Markt in Kölle aufgenommen worden sein. Das Schöne am Elvis-Kostüm ist das quasi mitgelieferte Repertoire an passenden Moves und flotten Songs, die man anderen Jecken um die Ohren hauen kann. Gibt es in unzähligen Varianten, wie die Existenz eines Elvis-Festivals eindrucksvoll belegt (http://www.parkeselvisfestival.com.au/).

Quelle: http://www.flickr.com, User yewenyi


Sind es die Men in Black? Die Leibwächter des Präsidenten? Testosteron-Junkies auf dem Weg zu einer Beerdigung? Könnte man vermuten, letztendlich handelt es sich aber um geschützte Kostüme einer professionellen Straßentheater-Truppe. Schade eigentlich, denn irgendwie haben die Kerlchen so was Freundliches an sich, da möchte man das eigentlich selber gerne mal ausprobieren. Naja, vielleicht habt ihr ja Glück und begegnet foolpool - comedy.show.walkact.animation ja selber mal zufällig auf der Straße. Das soll gerüchteweise nicht nur an Karneval passieren können... Aber inspiriert von diversen Filmfiguren sind die "Gentlemen" mit Sicherheit.

Quelle: http://www.foolpool.de/


Jetzt aber mal wieder zurück zu den eigentlichen Filmfiguren. Das hier nenne ich mal ein gelungenes Filmkostüm. Ist auch sagenhaft praktisch, weil es zuhause beim Gehen gleich den Boden mitwischt. Nur eines sollte man tunlichst unterlassen, wenn man in diesem Kostüm unterwegs ist: eine Bank überfallen, denn diese Erscheinung werden sämtliche Augenzeugen sich sicher gut einprägen. Das soll jetzt nicht heißen, dass man in unauffälligerer Kluft nun definitiv eine Bank überfallen sollte, denn das ist schließlich jedem freigestellt. Und zu Zeiten "notleidender Banken" (Unwort des Jahres 2008) gibt es da ohnehin nicht viel zu holen, das weiß doch jedes Kind. Dann doch lieber ein paar in spätrömischer Dekadenz schwelgende HartzIV-Empfänger ausplündern, da ist sicher mehr zu holen. Äh, wo war ich stehengeblieben?

Quelle: http://www.flickr.com, User wannaoreo



Sicherlich nichts für klamme Geldbeutel (egal ob Banker oder HartzIV-Empfänger) ist jedenfalls dieses Prachtstück. Wir bleiben damit beim beliebten Thema Star Wars und haben nun einen waschechten Wookie anzubieten. Der sieht zwar zugestanden nur halb so schick aus wie Königin Amidala (letztendlich kann jeder zweite Italiener mit offenem Hemd da mithalten), aber dafür ist das Kostüm hochwertig und recht beeindruckend. Im kalten Februar hat es den zusätzlichen Vorteil, dass es schön warmhält. Besser nicht zum Karneval in Rio mitnehmen, das könnte zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.

Quelle: http://www.maskworld.com


Ihr habt bessere Filmkostüme zu bieten? Dann her damit, die Kommentararena ist für Links und eigene Beiträge eröffnet!!!

11.03.10

Woher bekomme ich mein Kostüm?

Das ist natürlich die wichtigste Frage, wenn der Karneval vor der Tür steht. Eigentlich sogar nicht nur dann, sondern es gibt unzählige Anlässe, sich zu verkleiden. Das kann eine Mottoparty sein (70er Jahre Disco Chic o.Ä.), Halloween (das sich in den letzten Jahren zur echten Karnevalskonkurrenz gemausert hat) oder auch bspw. ein Mittelaltermarkt, bei dem man stilecht auftreten will. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, sich ein Kostüm zu beschaffen (bzw. drei, wie ihr gleich sehen werdet):

1. Selbermachen
Das ist die Alternative für Profis und Kenner. Erfordert natürlich entsprechenden Aufwand, kann aber tolle und vor allem einzigartige Resultate produzieren. Kostet auch weniger, wobei man natürlich nicht immer alles zu Hause hat, was man für das Kostüm braucht. Hier sind einige Blogs und Websites mit Tipps, Ideen und Anleitungen zum Kostümieren:

http://www.expli.de/blog/diy-selber-machen/die-besten-ideen-fur-selbstgemachte-karnevalskostume.php (Do-it-yourself-Community mit praktischen Schritt-für Schritt-Anleitungen)

http://www.spielefilmetechnik.de/aid,704676,Der_Karneval_kommt_Geniale_Kostuem-Tipps_fuer_Ihre_Party.cfm (eine witzige Galerie mit Kostümideen, leider ohne Anleitung zum Nachbauen)

http://blog.wanaba.de/category/karneval (hier gibt's jede Menge Tipps und Anregungen inklusive Anleitungen zur Umsetzung)

http://www.wawerko.de/blog/?tag=kostum (besonders schön sind hier die Videotutorials)

http://de.woobby.com/result/show/2936-Die-besten-Karnevalskostueme-zum-Selbermachen (ein übersichtliches Ranking der beliebtesten Kostüme zum Selbermachen)

2. Kaufen
Sicherlich die einfachste Alternative. In den Karnevalsladen oder Kostümshop gehen, pasendes Kostüm aussuchen, bezahlen, mitnehmen, zu Hause auspacken, anziehen und schon kann der Spaß beginnen. Alternativ und noch schneller geht das Ganze online, dazu sollte man dann seine Größe kennen. Auch hier eine Auswahl an Anlaufstellen, die alle auch einen echten Laden haben zum Anprobieren und Stöbern:

http://www.party-discount.de/ (hier liegt der Fokus auf ausgefallenen Parties, dafür kriegt man auch noch jede Menge Zubehör)

http://www.karnevalswierts.com/(der Klassiker in Köln)

http://stekarneval.com/ (mein Favorit bislang, schöner Shop mit übersichtlichen Kategorien, führen auch viel Zubehör)

http://maskworld.com/ (auch ein toller Shop, insbesondere die Hundekostüme sind klasse)

http://www.karneval-megastore.de/ (reiner Online-Shop mit Wahnsinnsauswahl)

3. Kombination aus Selbermachen und Kaufen
Das funktioniert so, dass man sich
a) ein Kostüm als Grundlage kauft und dann individuell abwandelt und mit eigenen Idee ergänzt oder
b) eine eigene Idee hat und entsprechend mit gekauften Accessoires ausstaffiert, sodass das Ganze noch überzeugender wird (z.B. selbst gemachtes Piratenkostüm mit dazu gekauftem Papagei auf der Schulter, Augenklappe und Hakenhand).

Diese dritte Variante halte ich für die beste, denn man kann sich inspirieren lassen von den Angeboten eines Shops und dann trotzdem eine ganz persönliche Note hinzufügen, sodass das Kostüm einzigartig wird. Denn nichts ist peinlicher als an Weiberfastnacht einem andern Jecken zu begegnen, der das gleiche Kostüm trägt wie man selber. Wobei, da gab's auch schon ganz lustige Begebenheiten in der Vergangenheit, hehe...;-)

So, ich hoffe, ihr habt ein paar Anregungen mitnehmen können. Wenn ihr selber noch gute Kostümläden oder Websites kennt, die man aufnehmen sollte, lasst es mich per Kommentar wissen. Die Liste ist nur ein Anstoß und durchaus ausbaufähig...

04.03.10

Einfach mal ein paar Kostüme

Ich möchte euch gerne einige Highlights aus vergangenen Karnevals-Sessionen zeigen. Quasi als Appetizer, was alles möglich und erlaubt ist. Und vielleicht als Anregung für 2011 ;-)

In den nächsten Wochen soll es erstmal nur um den deutschen Karneval gehen, speziell um die Hochburgen Köln und Mainz (jaja, da heißt der Karneval Fastnacht, schon klar). Sollte sich ein Bild aus Düsseldorf dazwischen schmuggeln, bitte ich dies zu entschuldigen. Ihr wisst ja sicherlich von der uralten Rivalität der Kölner und Düsseldorfer angefangen beim Bier über die schönere Altstadt bis natürlich hin zum Karneval. In meinem Blog soll kein Platz sein für solche Anfeindungen, Karneval ist für alle da und das bessere Kostüm gewinnt, egal, wo es herkommt.


Der Herr links im Bild braucht dringend einen Stilberater. Jeder weiß doch, dass eine rote Fliege so gar nicht auf Schweinchenrosa passt. Ansonsten gilt: Schwein gehabt, dass er sein Prachtkostüm bei leidlich gutem Wetter präsentieren konnte und er seinen inneren Schweinehund überwinden konnte, um nach durchzechter Nacht den Straßenkarneval aufzusuchen. Denn sonst hätten wir das originelle Kostüm verpasst...

Quelle: Mrs. Robinson auf Wikimedia Commons
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KarnavalKoeln2006.jpg



Wo wir schon vom inneren Schweinehund sprechen: Dieser liebenswerte Dackel hat auch Gefallen an Karneval gefunden und geht demgemäß als Hotdog. Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens fällt er dann nicht auf wie ein bunter Hund (*hüstel), weil er kein Kostüm trägt wie alle anderen. Zweitens sieht er einfach zum Anbeißen aus, was sicher in der (Hunde)damenwelt gut ankommt. Und drittens kann Herrchen im allerärgsten Notfall, wenn der Bratwurststand schon wieder unerwartet dicht gemacht hat und auch die asiatischen Leckerbüdchen fern sind, geschwind einen Einmalgrill auspacken und... natürlich Würstchen kaufen und drauflegen, was habt ihr denn gedacht? ;-)

Quelle: www.maskworld.com



Tja, ist das nun schon Blasphemie? In der Tat, was ist es überhaupt? Ein klerikaler Kluftmolch? Zitternder Zölibatszombie? Lieber nicht tiefer bohren, wer weiß wo man da noch hinkommt... Das kleine Mädchen rechts im Bild scheint jedenfalls sichtlich animiert von dieser Begegnung und kreativ ist es allemal.

Hmmm. Beutegieriger Bösbischof? Hmmm...

Quelle: www.pixelio.de, User Dirk Schelpe


Nun zu etwas Erfreulicherem. Das ist nun wirklich ganz putzig, oder? Ist doch toll, wenn man Kinder hat, die sich ja (noch) nicht wehren können, an denen man alle diese feinen Kostümchen austesten kann. Dem Kleinen hier (oder ist es ein Mädchen? Die Einschätzung fällt schwer) steht das Schildkröten-Outfit vortrefflich und wenn er von Gleichaltrigen belächelt wird, kann er immer noch behaupten, er (oder sie) sei ein Teenage Mutant Hero Turtle. Oder sind die schon gar nicht mehr in? Hach wie die Zeit vergeht...

Quelle: www.pixelio.de, User Norbert Roemers






Auf dem Bild hier unten sieht man einen populären Trend für den Jeck mit dem etwas volleren Geldbeutel. Es kommt aus Japan und nennt sich Cosplay. Nein, das ist ausnahmsweise keine schräge Sexualpraxis (wie das meiste andere, was aus Japan kommt und nicht Sushi ist), sondern die Abkürzung von Costume Play und bezeichnet das möglichst detailgetreue Nachbilden von Kostümen verschiedener Film- und Comic-Protagonisten. In unserem Fall also Star Wars Storm Troopers inklusive einer königlichen Leibwache in Rot. Vielmehr Leibwache des Prinzen, davon ist auszugehen.

Quelle: www.flickr.com, User Roadrunner 38124






Zu guter Letzt noch was Heimisch-Bewährtes. Wer sich der kölschen Tradition verpflichtet fühlt und mit Trends aus Japan so gar nicht konform gehen mag, der kann sich auch als Bärbelchen bzw. Hänneschen ins Getümmel wagen. Das hat wiederum den Vorteil, dass man so etwas in Köln auch außerhalb der Fünften Jahreszeit problemlos tragen kann. Wir laufen nämlich alle so rum, wie die Bayern ja auch pausenlos Lederhosen mit Trägern oder Dirndl tragen. Bloß keine Vorurteile aufkommen lassen.

Quelle: www.stekarneval.com