
Ich gebe zu, das Thema Fußball-WM hat nur peripher etwas mit Karnevalskostümen zu tun (obwohl es auch gegenläufige Meinungen gibt, wie ich gleich beweisen werde), aber zumindest das Wort Karneval bietet sich als Bezugspunkt für diese Aktion an. Palloo Petrov bittet in seinem Blog http://www.palloopetrov.de um Teilnahme an diesem Blog-Karneval. Kurz erklärt: Er möchte wissen, wer Fußball-Weltmeister wird und dazu möglichst Feedback sammeln. Andere Blogger geben einen (natürlich hochqualifizierten Tipp ab) und Palloo sammelt dann alle Einschätzungen nochmal an zentraler Stelle.
Ich finde die Idee gut und sage: Natürlich wird Deutschland Weltmeister und zwar aus dem simplen Grund, dass sie es schon bei der WM 2006 eigentlich verdient hätten und die ganze Welt es uns sowieso gönnt nach der Party im Sommermärchen. Dass Ballack jetzt verletzungsbedingt ausfällt, ist zwar für ihn als Spieler tragisch, aber sicher nicht für die Mannschaft. Wir (die Fans) haben vor vier Jahren schon bewiesen, welchen Rückhalt wir unserem Team geben können, da braucht es keinen Ballack als Motivator. Auch wenn das Experten anders sehen, ich bleibe dabei, dass wir nach einem grandiosen Turnier als Sieger auf dem Platz stehen werden.
Und zur Eins
timmung noch ein paar Impressionen aus der vergangenen WM in Deutschland, die meine eingangs aufgestellte These, dass Fußball und Karneval doch nicht so weit voneinander entfernt sind, untermauern:Dieses besonders hübsche Exemplar der Gattung Fußball-Fan ist dem Fotografen pittigliani2005 in Hannover ins Netz gegangen. Und hier deutet sich schon an, wo die Gemeinsamkeiten von Karneval und Fußball-WM zu suchen sind. Es hat zu tun mit unbändiger Lebensfreude, Mut zur Peinlichkeit und zum hemmungslosen Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, kreativer Zurschaustellung der eigenen Person, gerne auch in verfremdeter Art und Weise. Da mag es Anhänger beider Seiten geben, die diesen Zusammenhang bestreiten, aber die Indizien mehren sich bei Betrachtung der bildlichen Zeugnisse.

Das rechte Bild vom selben Fotografen belegt eindrucksvoll, dass man sich auch ohne Kostüm effektvoll verkleiden kann. Klingt paradox, hängt aber mit der Erfindung abwaschbarer Farben zusammen, die bevorzugt großflächig auf dem eigenen Körper verteilt werden können. Gut, ich gebe zu, die Hose ist echt, aber das ist ja kein Muss, nicht wahr?
Karnevalistischer eingestellt sind diese beiden Italiener, deren Identifikation mit dem Spiel so weit geht, sich selbst als Ball zu inszenieren. Das sieht bombig aus, sorgt für reichlich Aufmerksamkeit und ist die Quitessenz der Verbindung der Domänen Fußball und Karneval. Alles in allem eine runde Sache also! Eigentlich endet meine Argumentation an dieser Stelle (wie könnte das linke Bild, das übrigens von ohaoha geschossen wurde, noch übertroffen werden?) doch ich möchte euch ein weiteres besonders fotogenes Beispiel nicht vorenthalten.
Hier handelt sich es sich um einen beherzten Versuch, der interkulturellen Annäherung gerecht zu werden und sich solidarisch zu zeigen mit den Fans des gegnerischen Teams (das vermutlich aus dem afrikanischen Raum stammte). SpreePiX-Berlin hat diesen Schnappschuss auf der Fanmeile gemacht und damit letztgültig bewiesen, dass der Gedanke der Völkerverständigung im Fußball wie im Karneval doch das höchste der Gefühle darstellt. Verständigung über kulturelle und geografische Grenzen hinweg ist das gemeinsame Ziel (übrigens auch des Karnevals der Kulturen, ich erinnere daran, dass er am Sonntag stattfindet).
Abschließend sei noch auf ein nettes Accessoire verwiesen, das bei der WM in Südafrika nicht fehlen darf. Dieser Hut ist genauso praktisch, wie er aussieht und noch dazu für Menschen mit patriotischer Einstellung genauso tragbar wie für Otto-Normal-Fußballfan. Also unbedingt zugreifen und in der Öffentlichkeit tragen!!! Erhältlich bei stekarneval.com
Ansonsten gilt: Spread the word, auf dass dieser Blog-Karneval ein Erfolg werde, genau wie es der letzte echte Karneval in Kölle am Rhing (wie jedes Jahr übrigens) gewesen ist!









