29.07.10

Noch mehr Tierkostüme: Diesmal Hunde als Hummer verkleidet

Mit Tierkostümen habe ich mich ja in einem älteren Post zumindest am Rande schon mal beschäftigt. Heute bin ich aber im Netz fündig geworden und habe ein paar tolle Bilder entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten will. Es geht um Hunde in Hummerkostümen! An dieser Stelle sollte man keine Fragen stellen, einfach die Bilder genießen.
































































































































Quelle: http://www.buzzfeed.com/anteater/lobster-dogs/

22.07.10

Star Wars Kostüme


Star Wars ist der Science Fiction Klassiker schlechthin und bietet sich einfach immer wieder für tolle Kostüme an. Die Filme selbst leben ja von den fantasievollen Outfits der SchauspielerInnen. Man denke nur an die imperialen Sturmtruppen mit ihren zeitlos schicken weißen Uniformen, Chewbacca mit seinem zotteligen Pelz, die knuffigen kleinen Ewoks oder die an wollige Kopfhörer erinnernde Frisur von Prinzessin Leia. Was für Möglichkeiten hat man, wenn man sich selber als Figur aus einem der Star Wars Filme verkleiden will?

Für den weiblichen Fan ist sicher Prinzessin Leia die erste Wahl. Mit diesem sexy Kleid, beidseitig geschlitzt, kann man da nichts falsch machen. Zum Kostüm gehören auch ein Latexgürtel und die typische Leia Perücke. Wer sich also mal wie eine echte Prinzessin fühlen will, aber nicht so auf Rosa steht, ist mit diesem Kostüm bestens bedient...

Für die Herren der Schöpfung bietet sich der ungestüme Anakin Skywalker an. Hier tut's eine dunkelbraune Tunika mit angenähtem Shirt, Hose mit befestigten Stiefelgamaschen und Gürtel. Das Lichtschwert muss man sich freilich noch extra besorgen und es ist eine kleine Investition, aber natürlich das allerwichtigste Accessoire eines Jedi-Ritters. Ohne Lichtschwert geht natürlich gar nichts bei diesem Kostüm.

Quelle der ersten beiden Bilder: www.kostuempalast.de




Auch ein hübsches Pärchen sind Han Solo und Leia als Sklavin von Jabba the Hut. Das Sklavinnenkostüm ist allerdings nur bei wärmeren Außentemperaturen zu empfehlen, da bauchnabelfrei. Han Solo kommt eher schlicht daher, aber sehr wirkungsvoll. Die Kostüme sind zum Teil von Lucas Arts lizenziert und nur in ausgewählten Shops erhältlich.

Quelle: Howie_Muzika @flickr










Mit überwiegend selbst gemachten Kostümen präsentiert sich diese lustige Runde hier. Chewbacca im Hintergrund ist natürlich das Highlight, das Kostüm ist als ganzes erhältlich, kostet aber ein kleines Vermögen. Dafür hält es im Gegensatz zu den Kostümen der Damen im Vordergrund schön warm und ist damit auch für kalte Februartage im Kölner Karneval geeignet.

Quelle: hyperion327 @flickr










Was für den Christopher Street Day ist diese kleine Parade von munteren Crossdressern. Das ist eigentlich der simpelste, aber effektivste Clou, der einem einfallen kann. Frauen schlüpfen einfach in die Männerrollen und sind auf einmal Jediritter und Schmuggler, während die Männer als zauberhafte Prinzessinen auftreten. Besonders hübsch hier ist der rosa Stormtrooper-Helm!

Quelle: mhaithaca @flickr


Zum Abschluss noch eine Anregung, was man mit den frisch erworbenen Star Wars Kostümen noch so machen kann, wenn der nächste Anlass einfach noch zu weit entfernt liegt. Improv Everywhere macht vor, wie man die Zeit überbrücken kann - und zwar in der New Yorker U-Bahn:

15.07.10

LARP - Live Action Roleplay


Ein dem Karneval eng verwandtes Phänomen ist das LARP oder Live Action Roleplay. Worum geht es dabei? Eine große Menge junger Menschen treffen sich für ein Wochenende (macnhmal kann es auch durchaus länger sein) in einem abgelegenen Waldtstück, idealerweise noch mit einer alten Burg und errichten dort mehrere große Zeltlager. Sie verkleiden sich als Ritter, Elfen, Zwerge, Orks und andere mittelalterlich inspiririerte Fantasyfiguren. Es gibt eine Spielleitung, die sich aufregende Geschichten ausdenkt, die dann von den Spielern erlebt werden. Beispiel: Die Prinzessin des Königreichs wurde von Banditen entführt und wartet darauf, befreit zu werden. Die Spieler machen sich auf die Suche, folgen von der Spielleitung gestreuten Hinweisen, begegnen sogenannten NSCs (Nicht-Spieler-Charakteren, d.h. Figuren, die von der Spielleitung kontrolliert werden und klare Anweisungen haben, wie sie sich gegenüber den Spielern zu verhalten haben), die bekämpft oder befragt werden wollen und finden schließlich mit etwas Glück die Prinzessin und befreien sie aus den Klauen des Bösen.

Dabei folgen die ablaufenden Begegnungen einem vorher festgelegten Regelwerk, das heißt wenn zwei Kontrahenten gegeneinander im Schwertkampf antreten (mit Latexschwertern, versteht sich, hier wird niemand verletzt), bestimmen unter anderem ihre getragenen Rüstungen, d.h. Kostüme, wie viele Treffer sie einstecken können, bevor sie sich geschlagen geben müssen. Schiedsrichter überwachen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, man verlässt sich aber größtenteils auf die Fairness der Spieler. Die Kostüme kommen recht martialisch daher, denn meistens finden die Spiele in einem mittelalterlichen Setting mit fantastischen Elementen statt (so in der Art von Der Herr der Ringe).

Was für Kostüme kommen denn in einem LARP vor? Das hängt ganz von der Rolle ab, die der jeweilige Spieler oder NSC auszufüllen hat. Handelt es sich um einen Ritter, so wird er bspw. eine echte Rüstung tragen, das kann von einem wattierten Wappenrock über eine gehärtete Lederrüstung bis hin zur Vollplatte reichen (nicht so empfehlenswert, weil unglaublich schwer, wenn es auch echt beeindruckend aussieht). Ein Magier (auch die gibt es selbstverständlicherweise in einem Fantasy-Setting, auch wenn sie nicht alle Gandalf heißen) trägt einen grauen Umhang, einen spitz zulaufenden Hut und einen Zauberstab. Der Gugel (eine Art von mittelalterlicher Kopfbedeckung, nicht zu verwechseln mit der Suchmaschine gleichlautenden Namens) schmückt das Haupt jedes Bogenschützen vorzüglich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Gestaltung des eigenen Kostüms ist eines der Highlights bei jedem LARP und man ist jedes Mal wieder überrascht, mit was für kreativen Ideen die anderen Spieler aufwarten können.

Die Kostüme, die von ambitionierten Larpern getragen werden, können schon recht teuer werden, gerade bei Verwendung hochwertiger Materialien. Eine tolle Seite, um an die passende Gewandung zu kommen (so nenen es die Larper selbst), ist larpcorner.de, Deutschlands größtes Larpshop-Verzeichnis. Hier sucht man sich einfach eine Kategorie aus und lässt sich eine Reihe von Shops anzeigen, die den jeweiligen Artikel führen. Beispiele für Kategorien sind Kopfbedeckungen, Umhänge/Mäntel, Schuhwerk, Rüstzeug aus Metall, Leder und weiteren Materialien, Polsterwaffen aus Schaumstoff, Maskenbildnerei etc. etc. Aber es gibt auch andere Alternativen. Auch in Karnevalsläden kann man schon eine Startausrüstung für einen Anfänger-LARP zusammenbekommen und mal reinschnuppern, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Auf Dauer wird man natürlich nicht um professionelles Equipment herumkommen, aber einen Anfang kann man auch machen als Ritter Maverick oder hübsche Gladiatrix, eine Art Barbarenkriegerin.

Quelle der LARP-Bilder (1-4): Bifford The Youngest @flickr

08.07.10

Christopher Street Day

Nach dem (zugegebenermaßen auch noch verdienten) Ausscheiden gegen Spanien bei der Fußball-WM gilt es jetzt, die Aufmerksamkeit anderen Dingen zuzuwenden. Beim Fußball ist jetzt in Deutschland sowieso nicht mehr viel zu holen. *seufz* Es wäre auch zu schön gewesen...

Quelle Bild 1: flickr-User mowolf2000





Wenden wir uns daher einem Phänomen zu, das dem Karneval sehr eng verwandt ist und sogar noch schriller und bunter daherkommt: der Christopher Street Day. Das ist ein Festtag, Gedenktag und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (fasst die Wikipedia zusammen). Auf dem CSD wird regelmäßig für die Rechte dieser genannten Gruppen und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstriert. Erinnert wird am CSD an den ersten Widerstand von Schwulen gegen Unterdrückung und Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969. Tagelang fanden hier Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei statt, heute eine unglaubliche Vorstellung.

Quelle Bild 2: flickr-User mowolf2000




Der CSD heutzutage ist denn auch eine deutlich friedlichere Angelegenheit. Besonders in Köln und Berlin, aber auch hier in vielen anderen deutschen Städten, findet der CSD einmal jährlich statt. Verbunden ist die politische Demonstration mit einer großen Parade, bei der der homosexuelle Lebensstil zur Schau gestellt wird. Die Teilnehmer sind stolz auf den erreichten Grad an Akzeptanz und feiern sich selbst und ihre Bewegung. In Köln heißt der CSD auch Cologne Pride, in Anlehnung an die amerikanischen Gay Pride Veranstaltungen.

Quelle Bild 3: flickr-User norbert_blech







Aus einer karnevalistischen Perspektive zeigt sich der CSD als extrem buntes, schrilles, überkandideltes und lebensfrohes Event, dessen Besucherzahlen schon mal gerne die der Rosenmontagszüge übertreffen. Die Kostüme sind inspiriert von den einzelnen teilnehmenden Gruppen und häufig sehr körperbetont und sexuell konnotiert. Besonders beliebt sind Transgender-Kostüme, das heißt Frauen gehen als Männer und Männer gewanden sich mit Damenkleidern. Klassiker sind auch Schmetterlings- und Engelsflügel, die kleine Meerjungfrau (die haben unsere schwulen Mitbürger scheinbar ausgesprochen ins Herz geschlossen), natürlich der Matrosenanzug (das ist überhaupt der Klassiker schlechthin für den Schwulen von Welt) und alle Kostüme, die einen wie auch immer gearteteten Fetischbezug haben. Wenig Stoff ist grundsätzlich immer besser als mehr. Die Kostüme beim CSD sind übertrieben ausgestattet und vollkommen alltagsuntauglich.

Quelle Bild 4: flickr-User jurjen_nl


Wir als überzeugte Karnevalisten können vom CSD noch eine Menge lernen. Verkommt der Karneval manchmal schon fast zum Spießbürger-Happening wie der monatliche Besuch des Fußballstadions, so vermag der CSD auch heute noch zu provozieren. Er ist deutlich politischer als der Rosenmontagszug und die Teilnehmer sind auch richtig motiviert, denn schließlich stehen ihr gewählter Lebensstil und ihre Menschenwürde auf dem Spiel. Leider droht auch dem CSD eine zunehmende Kommerzialisierung, im Zuge derer die politische Message leider häufig vernachlässigt wird.

Quelle Bild 5: flickr-User norbert_blech






Na ja, unabhängig davon erfreuen wir uns an den verrückten Einsichten, die der CSD zu bieten hat. Die Bilder stammen größtenteils vom Kölner CSD, allerdings aus verschiedenen Jahren. Eine Inspiration für ein Fetischkostüm könnte der Baby Boy sein, stilecht in rosa und hellblau erhältlich und garantiert ein Brüller auf jeder freizügigen Karnevalsparty. Aber auch der sexy Matrose kommt nicht nur bei Schwulen gut an, sondern ist ein Renner auf jeder Kostümparty.


Und zum Abschluss nun doch noch ein CSD-Teilnehmer, der den Traum auf ein WM-Finale mit Deutschland noch nicht aufgegeben hat. Geknipst wurde er von mowolf2000 beim diesjährigen CSD, der übrigens letzte Woche stattfand. Lassen wir ihn weiter träumen, es macht sich so gut an ihm!


02.07.10

WM-Special: Die besten Fußball-Kostüme


Na wer hätte das gedacht? Die deutsche Mannschaft schafft es ins Viertelfinale gegen Argentinien nach einem tollen Sieg gegen England. Übrigens zeichnet sich die deutsche Mannschaft besonders dadurch aus, aus einem 2:2 noch ein 4:1 machen zu können. Das soll ihr erst mal einer nachmachen... ;-) Anlässlich dieses grandiosen Erfolgs (und ich glaube sogar, dass wir das am Samstag auch noch schaffen können), möchte ich noch ein Fußball-Special mit den besten Eindrücken von der WM 2010 anhängen. Natürlich geht es mir dabei weniger um den Fußball als um die ausgefallenen Kostüme, die die Fans mit ins Stadion oder zum Public Viewing bringen. Also Anstoß zur Parade der schönsten Fußball-Kostüme 2010!

Quelle Bild links: www.1001kostueme.de

Die Fans haben sich bei dieser WM wider mächtig ins Zeug gelegt, um die Stimmung so richtig karnevalsmäßig anzuheizen. Dieser weibliche Fan macht z.B. keinen Hehl daraus, wie sie zur Fußball-WM in Südafrika steht. Wirklich kein Aspekt an ihrem Outfit hat nichts mit Afrika zu tun, das nenne ich mal Engagement. Axel Bührmann reist durch Südafrika und macht wirklich tolle Aufnahmen von Fans in Momenten absoluter Euphorie, Entspannung, manchmal sogar in geradezu nachdenklichen Posen. Und die meisten sind natürlich kostümiert, was natürlich eine tolle Sache ist. Auch die folgenden drei Bilder sind von ihm.








Das Gesichtspainting des afrikanischen Fans lässt sich mit Grimas Schminke selber herstellen, natürlich braucht es aber auch noch eine ruhige Hand und nach Möglichkeit eine unterstützende Person. Riesige Brillen scheinen definitiv ein Trend dieser WM zu sein, genau wie natürlich die unsägliche Vuvuzela, die jeder südafrikanische Fan, der etwas auf sich hält, zum Accessoire Nr. 1 erkoren hat. Hoffentlich bleiben wir beim nächsten Karneval davon verschont.


































In Deutschland sieht die Sachlage natürlich etwas anders aus: Hier haben wir besonders hübsche Fanexemplare wie die beiden Herren hier, die SpreePiX - Berlin vor die Linse geraten sind. Sehen noch gar nicht mal so glücklich aus, ich hoffe, das wird sich nach dem Sieg gegen Argentinien morgen ändern.














Ebenso dieser junge Mann hier, fotografiert von def110. Auch er scheint in einem melancholischen Moment (vielleicht beim serbischen Führungstreffer?) in den Fokus der Kamera geraten zu sein. Lachend sehen die deutschen Fans gleich viel überzeugender aus.








Das beweisen die Mädels in den folgenden Schnappschüssen, die allesamt von SpreePiX - Berlin stammen, also von der Berliner Fanmeile. Sie schaffen es besser als die Herren, eine siegessichere Aura auszustrahlen und einfach glücklich rüberzukommen. Auch für den Karneval eine Grundtugend!

Sofern wir morgen weiterkommen, gibt's noch einen Haufen mehr Fußballkostüme, versprochen!