Man stelle sic
h vor: ein Laden voller Kostüme -Engelskostüm, Indianerkostüm, Weihnachtsmannkostüm- und man kämpft mit der Qual der Wahl. Sich bei so einer großen Palette an Verkleidungen zu entscheiden, erscheint nicht selten sehr schwer. Karnevalskostüme in allerlei Farben, Formen und Kombinationen, mit oder ohne Extra-Zubehör, mit Schminke, Perücke, Schuhe oder lieber ohne? Jedermann, jede Frau, jedes Kind kennt die Situation; man hat schon die passende Kostümidee, aber dann erkennt man, ein noch Passenderes oder ein noch schöneres Engelskostüm mit größeren Flügeln oder einer günstigeren Harfe. Doch nach welchen Kriterien sollte man sich nun für sein Kostüm entscheiden?
Preis: Nach dem Preis zu gehen hängt doch eher davon ab, ob man gedenkt das Engelskostüm einmalig oder mehrmalig zu benutzen. Sollte es auch ein zweites Mal getragen werden, dann lieber etwas mehr für qualitativ gute Textilien ausgeben. Ein weiterer Vorteil: viele authentische Applikationen und Zubehör.
Qualität: Es gibt Unterschiede in der Beschaffenheit von Kostümen. Ist es ein 1-Teiler eine Kombination von Ober- und Unterteil, ist das Material hautverträglich, reißfest,
gesundheitsschädlich und löst womöglich Allergien aus? Ist es ein warmes Kostüm oder muss es überhaupt warm halten? Wenn es ein Weihnachtsmannkostüm sein soll, dann vielleicht.
Herkunft: Woher das Kostüm herkommt spielt nur eine Rolle, wenn man Idealist ist (das sollte man auch sein). Und sich fragen wird, ob das Kostüm vielleicht aus tierischem Material oder unter fraglichen Umständen entstanden ist, hmm…
Anlass: Passt das Kostüm zum Anlass? Bin ich mit meinem Engelskostüm vielleicht zu overdressed? Oder bin ich mit meinem Weihnachtskostüm zu underdressed (gibt’s das Wort eigentlich?). Will ich eigentlich auffallen oder vielleicht einfach nur Spaß haben und mit dabei sein?
Die Lösung ist doch ganz einfach. Nicht viel über Preis, Qualität, Herkunft oder den Anlass nachdenken, sondern zu dem Kostüm zurückkommen für das man sich als aller erstes entschieden hat. Denn erst, wenn man plötzlich die große Auswahl vor Augen hat, dann kommt man ins Grübeln und denkt über Dinge nach, die eigentlich nicht mehr so viel mit dem Thema zu tun haben. Denn einmal drüber nachgedacht, scheint man sich immer mehr der Qual der „Karne-wahl“ zu nähern und steht womöglich ohne Indianerkostüm da. Oje!
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